Wie ist es wohl, sich anders als gewohnt zu sehen?

gewohnt
Quelle Foto: Leo Grübler

 

Wie ist es wohl, sich als Individuum akzeptieren zu können? Wie viele von uns sind wohl so kritisch mit uns selbst? Du machst dir ein Bild von dir selbst und möchtest darin eine Realität sehen. Eine Konfrontation vor dem Spiegel.

Um eine Realität als solche zu akzeptieren, braucht es eine Charakterstärke. Du stellst dich einfach vor den Spiegel und beobachtest… Ein Bild, von dem du glaubst, vor einigen Stunden, Tagen oder Jahren zurückgelassen zu haben. Manchmal findest du es wieder, aber für viele Male, wenn du arg kritisch mit dir selbst bist, wenn dein Wohlbefinden sich nicht mehr so wohl anfühlt, akzeptierst du es nicht. Vor dir projiziert sich ein heller „Schatten“. Du beobachtest ihn, bist ganz entzückt von dem, was du siehst. Du tolerierst dich oder eben nicht. Du öffnest die Augen und beobachtest… Du versuchst dir ein Bild zu machen, jenseits des Spiegels, deine Grenzen zu überwinden. Dein Gesicht akzeptierst du nicht, du siehst ein anderes Abbild. Du versuchst dich wiederzufinden, indem du die Konturen der Augen, der Nase und des Mundes nachzeichnest. Eine Lebensform, welche sich auf bizarre Art und Weise verzerrt, verfliesst und sich wieder in ein neues Bild formt. Du versuchst zu akzeptieren, dass über dein Abbild noch ein wenig Zeit vergangen ist. Manchmal kennst du das Bild vor dir nicht und versuchst damit Bekanntschaft zu schliessen. Die Annäherung dazu dauert manchmal einige Sekunden, ein anderes Mal einige gute Minuten. Ich versuche auf meinem Gesicht eine Verbesserung anzustreben. Vielleicht ein bisschen Farbe, vielleicht ein Lächeln, wenn ich nicht zu „geizig“ mit mir selbst bin, es kommt von Tag zu Tag darauf an. Für einen kurzen Moment ist es gut so, dann kippt alles um, alles ist verwirrend.

Ist alles in Ordnung mit mir, oder nicht? In meinem Gedächtnis mischen sich eine Unzahl Fragen, ich werde unsicher und schiebe diesen Gedanken schnell weg. Ich versuche mich zu beruhigen und blicke ins Leere. Nun probiere ich ein neues Bild aus. Ein Bild, welches ich mir wünsche. Ich kann diejenige sein, welche ich sein will, ich kann sogar ein Modell auswählen, wie ich die Dinge sehen möchte. Es hängt davon ab, ob ich dies tolerieren möchte. Die Entscheidung, wie man Sachen sieht, ist für mich eine Art Unabhängigkeit, welche ich respektiere. Die Freiheit ein Individuum zu sein, ist für mich eine Form innerer Zufriedenheit. Es ist die Quelle von der ich Kraft schöpfe und mir die Kraft zum Leben gibt. Ich versuche mich oft selbst zu überwinden, aber meine eigenen Grenzen halten mich davon ab. Etwas in meinem Inneren stellt eine Barriere auf, und das macht mich unzufrieden. Um eine Antwort zu finden, versuche ich erst gar nicht, diese zu suchen. Es ist viel zu kompliziert und ich wünsche mir nicht diese zu explorieren. Die Kraft der Akzeptanz kann ich nicht berühren, aber ich weiss, dass sie irgendwo dort zu finden ist, irgendwo in der Ferne. Der Gedanke, das ich mich ihr irgendwann nähern werde, ist eine neue Hoffnung in einem neuen Raum. Vielleicht ein Raum, welcher von den Menschen und der Zeit vergessen wurde, vielleicht auch von mir…

 

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4 Kommentare


  1. // Antworten

    Super Artikel!!!Hat mir sehr gut gefallen.
    Weiter so….


    1. // Antworten

      Vielen Dank für deinen Kommentar und deine Aufmunterung!


  2. // Antworten

    Superb post however I was wondering if you could write a litte
    more on this subject? I’d be very thankful if you could elaborate a little bit more.
    Many thanks!


    1. // Antworten

      Hi,
      thank you for your proposal! I think it is a good idea for what I like to write in future.

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