Weil das, was wir uns wünschen…

wünschen
Quelle Foto: torbakhopper

Wettbewerb. Wir befinden uns in einem Wettbewerb, in welchem wir uns von uns selbst immer mehr wünschen. Wir erfragen, wir legen es uns auf, wir bemühen uns.

Weil am Anfang wünschen wir uns alle etwas Besseres. Wir suchen die Performanz unsere Ideale zu berühren. Wir wünschen uns anders als bisher zu sein. Wir wünschen uns super, cool, stark zu sein, aber vor allem zu siegen und weiterzukommen.

Aber was spornt uns in diesem Kampf der Selbstüberholung an? Was bringt uns dazu weiterzumachen? Was holt uns vom Boden, wenn wir glauben, dass es kein zurück mehr gibt? Was motiviert uns, unserem Parcours nachzugehen? Was hält uns am Leben?

Der Marathon beginnt einmal mit uns selber. Wir treten den Wettkampf an, und vergessen für viele Male uns selbst. Wer sind wir und was wünschen wir uns überhaupt in der Realität?

Wir brechen uns von der Realität ab und leben die Fiktion, die wir uns wünschen zu besitzen. Wir grenzen uns in gewisse Muster ein, die nicht zu uns passen. Wir versuchen immer uns zu adaptieren, filtern ohne Abbruch was wir tun, da uns der Begriff der Perfektion in Besessenheit bringt. Wir versuchen Masken zu tragen, die nicht zu uns passen aus Furcht nicht aufgedeckt zu werden. Aus Furcht nicht verletzt zu werden. Aus Eitelkeit nicht besiegt zu werden. Wir geben uns Szenennamen, indem wir uns in imaginäre Personas verkleiden, unter denen wir funktionieren möchten. Das Bedürfnis nach Schutz bringt uns dazu eine Barrikade mit der Aussenwelt zu machen. Ermüdet vom Marathon, versuchen wir schlussendlich einen Kompromiss.

Aber jenseits von allem und alles, gibt es für jeden von uns einen Rückzug, den wir uns nahe behalten möchten. Es gibt Verbindungsbrücken und vor allem den Wunsch immer dort zurückzukehren. Weil in diesem Rückzug wir uns am besten fühlen. Und weil dieser Rückzug uns den Schutz gewährt, den wir brauchen.

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