Über den 8. März – der Weltfrauentag

Weltfrauentag
Quelle Foto: Dehner Garten Center

Oder auch über uns Kinder, wie wir schon in den ersten Schuljahren von unserer Lehrerin gelernt haben, achtsam mit den Frauen aus unserem Leben umzugehen – vor allem mit unseren Müttern. In unserer Kultur ist der Frauentag gleichsam mit dem Muttertag assoziiert. Es ist ein schöner Brauch, welcher in unsere Kinderseelen und -gedächtnisse einprogrammiert worden ist. Dieser wurde dort eingepflanzt und später von uns gepflegt und beibehalten. Ich erinnere mich noch als wäre es heute, wie unsere Lehrerin kurze Zeit vor dem Feiertag ein Thema für eine selbstgemachte Karte anlässlich des Muttertags mitbrachte. Wir Schüler versuchten diese Karte so gut wie möglich zu gestalten unter den Indikationen der Lehrerin.

Ich verfolgte ihre Vorgaben sehr genau, damit mein Geschenk ausgezeichneter werden sollte, als das meiner Mitschüler. Je mehr ich mich am Anfang anstrengte, umso enttäuschter war ich am Schluss, da dieses doch schöner hätte werden sollen. Im Vergleich mit meinen Kameraden stellte ich fest, dass Ich weit unter meinen eigenen Erwartungen wieder mal gelandet war. Jedes Mal, wenn ich nach Hause ging, dort wo mich niemand sah, konnte ich mein Geschenk weiterverarbeiten mit den Verbesserungen, die es zu unternehmen gab – selbstverständlich mit den Ideen, die ich von meinen Kollegen beobachtet hatte. Danach fühlte ich mich „zufrieden“.

Beim Warten auf den 8. März fühlte ich mich noch einmal unzufrieden, da mein Geschenk doch noch „verbessert“ werden könnte und auch dieses Jahr nicht schön „genug“ war. Aber nächstes Jahr wird es bestimmt anders werden und wartete mit dieser Versöhnung das Urteil meiner Mutter ab. Sie freute sich jedes Mal über das Geschenk, weil es von mir kam. Ich verstand dies damals nicht. Ich dachte, dass sie dies nur so sagte, dass mein Geschenk schön sei, um mich nicht zu ärgern. Für viele Male nahm ich bei ihr nur eine oberflächliche Freude wahr, aber irgendwo in der Tiefe ihrer Seele, war etwas, was zu wünschen übrig „liess“. Vielleicht stammte daher ein Schatten der Unzufriedenheit?

Ich versuche jetzt keine Erklärung dafür zu finden. In einem Wort: Wir versuchten uns von beiden Seiten her über diesen Feiertag zu „freuen“. Es gab Emotionen,  vor allem, da ich auch eine kleine Rede vor dem Überreichen des Geschenks halten musste. Ich stellte viele Übungen vorher an, es war wie eine Art Preisübergabe, daher wirkte alles ein bisschen gestellt. Es war etwa so: „Für den 8. März wünsche ich dir Mutter Alles Gute und viel Gesundheit!“

Gleichsam ist es heute auch nach so vielen Jahren. Es hat sich nichts geändert, nur dass jetzt die „Geschenke“ nicht mehr überreicht werden. Es gibt nur noch die telefonischen Glückwünsche. Die Distanz ist zu gross, damit ich diese noch persönlich überreichen kann, aber der Wunsch existiert noch irgendwo dort im Inneren. Dieser wird dort bleiben, unabhängig von meinem Willen. So sollte es auch bleiben…

Ich bin neugierig, wie bei dir dieser Feiertag verlaufen ist. Gibt mir doch ein Feedback via Kommentarfeld unten.

2 Kommentare


  1. // Antworten

    Frauen und Mütter sind das Symbol für Liebe und Geborgenheit in unserem Universum.
    Tragt die Liebe der Frauen und Mütter aus eurem Leben jeden Tag im Herzen !!!


    1. // Antworten

      Es wäre wirklich empfehlenswert uns bewusst zu werden, was uns die Frauen in unserem Leben bedeuten – und das nicht nur am Frauentag, sondern jeden Tag!

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