Über das Ersetzen eines männlichen Kleidungsstücks

Kleidungsstücks
Quelle Foto: Fabio Venni

Ich möchte nicht einmal darüber nachdenken, wie sich die aktuelle Stimmung eines Mannes ändern kann, wenn die Rede davon ist, ein neues Kleidungsstück für ihn anzueignen. Nur der Gedanke daran, was seiner Person widerfahren wird, bringt ihn dazu, ruckartig seine Stimmungslage zu ändern. Das Fehlen eines Kleidungsstücks, welches ersetzt werden muss,  bringt ihn dazu sich nicht mehr vom Alten trennen zu wollen. Das alte Kleidungsstück ist schwer zu ersetzen, denn er war daran gewohnt, es zu tragen, und dies führt zu einem „Trennungsschmerz“. Und dann begibt er sich zusammen mit seiner Lebensgefährtin und auf ihren Hinweis zum Kleidungsrayon für männliche Kleidung. Der Eingang ins Kleiderrayon ist allein schon ermüdend. Vor allem trifft dies zu, wenn diese Discountartikel sind. Der Kampf aus dem Kleidungshaufen des „geeignete“ Kleidungsstück hinsichtlich Form und Farbe herauszufischen, erweist sich als überwältigend.

Sobald sich beide zu den Probier-Kabinen begeben, wird er der Folterkammer ausgesetzt, wo die Unzufriedenheit und die Intrigation bezüglich des ausgewählten Modells beginnt.

Abgekämpft, gleichsam nach einem Kampf, der auf dem Feld ausgetragen wurde, beginnt er die Waffen niederzulegen in der Hoffnung so schnell wie möglich aus der Tür herauszugehen. Er ist verängstigt von dem Gedanken, der der naheliegenden Person aufkommen könnte, dass das Ganze nochmals von Anfang losgehen könnte. Erleichtert, sitzt er auf einen Stuhl nieder, in dem Versuch die ertragene Qual zu verdrängen und sich zusammenzureissen. Er versichert sich, dass er nicht nochmals etwas Ähnliches in naher Zukunft durchmachen müsse und nimmt sich eine Vorsichtsmasse, indem er sich müde und verärgert zeigt. Eine Diskussion mit ihm wird nun zum Tabu.

Man wundert sich nicht, denn alles scheint kompliziert zu sein. Der Kampf etwas Preisgünstiges und Qualitatives zu kaufen erschwert das Ganze immer mehr. Die Menschen gehen nicht mehr gerne Einkaufen und nehmen sich nicht mehr die notwendige Ruhe im Laden. Alles wird gemacht, weil es sein „muss“ und man nicht anders kann. Der Druck wird immer unerträglicher, wenn die Zeit begrenzt ist und die Geduld zu wünschen übrig lässt. Du versuchst schwermütig Geduld mit dir selbst zu haben und mit den naheliegenden Menschen. Du versuchst dich abzugrenzen und nach so viel Stress eine Entspannungsatmosphäre zu suchen. Vielleicht ist auch der Weg nach Hause ein neuer Stress?

 

Wenn dir diese Situation bekannt vor kommt und ähnlich wie bei mir ist, bitte ich dich einen Kommentar zu hinterlassen.

2 Kommentare


  1. // Antworten

    Wir Männer ich meine ca.95% ,wir haben tatsächlich ein grosses Problem mit dem Klamotten Einkauf,weil unsere Geduld über die Schmerzgrenze hinausgeht. Da unsere Vorstellung und die unserer Partnerin nicht übereinstimmt, gibt’s oft Meinungsverschiedenheiten.


    1. // Antworten

      Hier hast du Recht. Du solltest selber deine Klamotten einkaufen – dann gibt es auch keine Meinungsverschiedenheiten mehr. Viel Mut!

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