Man sagt, dass die Liebe wie ein Sturm kommt und dann aber wie eine Katze geht

Liebe
Quelle Foto: liz west

Warum bleiben die Dinge nicht gleich, wenn wir in einer Beziehung sind, so wie am Anfang, wenn alles ok ist? Warum bleiben die Beziehungen nicht so schön wie am Anfang? Warum spielt sich alles umgekehrt ab?

Wir kennen uns seit kurzer Zeit und erfreuen uns daran, Zeit im Beisein des anderen zu verbringen. Es geht uns gut so. Wir wünschen uns zusammen zu sein. Wir machen uns Zukunftspläne. Wir wollen für uns neue Dinge tun und uns daran erfreuen. Wir wollen, dass alle wissen, dass wir zusammen sind.

Wir wollen etwas für die Zukunft aufbauen. Wir gehen überall aus. Wir verbringen soviel Zeit wie wir können zusammen und nichts zählt mehr. Wir verstehen uns und das ist wunderbar. Die Tatsache, dass wir zueinander passen, gibt uns immer mehr Vertrauen ineinander. Es geht uns gut, wenn wir zusammen sind. Wir vervollständigen uns gegenseitig, vielleicht nichts war bisher so gut wie es jetzt ist. Wir würden uns wünschen, dass die zusammen verbrachte Zeit niemals ein Ende nimmt. Wir haben eine schöne Beziehung und denken, dass es auch von jetzt an so sein wird. Wir leben die Gegenwart.

Aber wir können nicht nur in unserer Beziehung bleiben. Der Kontakt mit dem täglichen Leben bringt eine Vermischung der Dinge auch im Beziehungsleben. Jeder hat seinen Job, Probleme, die er erfüllen muss, Sorgen, Bedürfnisse, Projekte… Diese Routine bringt Leiden in unsere Beziehung. Aber, was noch trauriger ist, ist dass die Routine aber auch langsam ganz langsam in unsere Beziehung hineinkommt.

Die Dynamik fängt an sich zu senken, wir erinnern uns gerne an das, was wir vorher gelebt haben und versuchen jetzt dieselbe Flamme zurückzubringen, welche in den schönsten Momenten in unserer Beziehung brannte, wenn wir Hals über Kopf verliebt waren. Wir beginnen langsam sehr langsam zu realisieren, dass etwas nicht mehr funktioniert. Es wird uns bewusst. Wir beginnen darüber zu kommunizieren und die Probleme, die auftauchen zu beseitigen.

Aber anstelle sie zu lösen, beginnt jeder dem anderen vorzuwerfen, was einem an dem anderen stört, und tun dies sogar sehr oft. Die Streitereien werden aus dem Nichts hervorgerufen und tauchen immer öfters auf. Die Ruhemomente sind nicht mehr die, die es einst gewesen waren. Die Passion ist nicht mehr dieselbe, sie löscht sich von einer Begegnung zur anderen aus. Jeder versteht nicht, warum und wo ein Fehler gemacht wurde. Jeder sucht den Rückzug bei einer anderen Person.

Die Anklagen beginnen auf Schritt und Tritt zu folgen. Es gibt kein Vertrauen mehr und aus diesem Grund kontrollieren wir uns gegenseitig. Die Untreue erscheint auf beider Lippen. Es ist der Moment, in dem sich jeder auf seine Art damit zufrieden stellt. Es ist der Moment der Trennung, wenigsten mental wenn nicht auch sichtbar.

Es ist der Moment der Trennung oder der Fortführung von dort, wo wir stehengeblieben sind. Es ist vielleicht der Moment des Vergebens, wenn vielleicht jeder noch ein Wort offen hat. Es ist vielleicht der Moment eines neuen Anfangs.

4 Kommentare


  1. // Antworten

    Dein Beitrag gefällt mir sehr gut! Weiter so 🙂

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